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Mein Akku hält nur einen Tag!

Das neue Smartphone ist da! Ausgepackt, das Handbuch gelesen, der Akku geladen, die Flatrate aktiviert  – schon kann es losgehen. Toll. Zuhause mit WLAN online gehen, unterwegs über das „Mobile Netzwerk“ online, E-Mails werden regelmäßig abgerufen, in der Bahn Radio hören über das eingebaute UKW-Radio… Die bunte, vernetzte  Multimediawelt steht uns offen.

Aber spätestens nach ein, zwei Tagen ist es vorbei mit der Herrlichkeit: der Akku macht mitten im schönsten Spiel oder beim Radiohören schlapp. Ein Garantiefall?

Eher nicht. Selbst, wenn es so aussieht: das so blumig beworbene mobile Internetzeitalter ist nur durch ständigen Stromverbrauch zugänglich. Und ein Akku hat leider eine endliche Kapazität.

Mir ging es jedenfalls so. Da gibt man > 100 € für ein High-tech-Gerät aus und erhält einen Stromfresser, der ständig an der Steckdose nuckeln möchte? Das kann passieren. Aber es liegt am Nutzer, wie häufig das neue Spielzeug nach Stärkung verlangt. Was also tun?

Zuerst einmal: alles abschalten, was man nicht wirklich ständig benötigt. Um eine E-Mail zu lesen benötige ich normalerweise keine schnelle Internetverbindung. Auch für den Wetterdienst, Twitter und die meisten Internetseiten nicht. Also: abschalten!

Schnell geht es, dass man das frisch erhaltene Smartphone mit allen möglichen Gimmicks ausstattet. Auch diese können – unbemerkt – am Akku saugen. Da Android ein Betriebssystem ist, das Multitasking erlaubt (mehrere Programme können gleichzeitig aktiv sein), können mehrere Apps gleichzeitig für erhöhten Stromverbrauch sorgen. Viele Apps lassen sich leider auch nicht abschalten – es gibt keinen Button, keinen Menüpunkt, der dies ermöglicht. Abhilfe schafft da ein Tool, das alles abschaltet, was unnötigerweise angeschaltet ist.

Gute Erfahrungen habe ich mit Advanced Task Killer Free gemacht. Dieses App ist über den Android Market zu finden. Wer schon ein Tool wie den Barcode Scanner oder Scanlife auf seinem Smartphone installiert hat, kann einfach den hier gezeigten QR-Code scannen. Der in diesem Code enthaltene Link führt automatisch zum App im Market.

Was brauche ich denn nun eigentlich – und was ist unnötig oder für eine lange Akkulaufzeit hinderlich?

Ich gehe hierbei von dem „ursprünglichen“ Zustand des GT540 aus. Durch Klick auf den Anwendungen-Button gelangt man zu den Einstellungen (Abbildungen können von Ihrem Bildschirm abweichen):

Zuerst in Wireless nahezu alles ausschalten, was angeschaltet ist: Wi-Fi (=WLAN) und Bluetooth. Beides sollte nur aktiviert werden, wenn dies benötigt wird. Bluetooth sicher selten (z. B. zur Verbindung zweier Handys), WLAN wohl in der Regel nur zuhause wenn ein WLAN-Netz zur Verfügung steht oder in Cafés mit freiem WLAN-Zugriff. Die Option „Mobilfunknetz“ zu deaktivieren bedeutet, dass auch MMS nicht mehr empfangen werden können. Man kann stattdessen auch unter „Mobile Netzwerkeinstellungen“ den Haken bei „Nur 2G-Netzwerke“ setzen. Dies bedeutet, dass Daten nur über das extrem langsame GSM-Netz übertragen werden können.

Wo Sie gerade in diesem Menü sind: Ist der Haken bei „Daten-Roaming“ entfernt? Falls nicht, müssen Sie bei der nächsten Reise ins Ausland oder in grenznahe Gegenden aufpassen. Das Handy verbindet sich ansonsten mit dem nächsten verfügbaren (ausländischen) Netzwerk, was zu extrem hohen Gebühren durch das sogenannte Roaming führen kann.

Die oben genannten Einstellungen verlängern die Zeit, die der Akku durchhält, schon beträchtlich. Sie sind aber bei datenintensiven Zugriffen aufs Internet (E-Mail, Browser, Market etc.) lästig, da die Geschwindigkeit nur noch für Geduldige erträglich wird.

Die nächste Einstellung kann gleich unter „Sound und Display“ vorgenommen werden: die Option, dass sich die Anzeige beim Drehen des Handys von Hoch- auf Querformat ändert (Auto-Rotation) ist manchmal sehr praktisch oder einfach nur „cool“, braucht aber ebenfalls Strom, da hier ein Sensor über die Lage des Gerätes wachen muss. Also: ausschalten, wenn es nicht gebraucht wird!

Weiter sollte die Helligkeit auf die geringste noch passende Einstellung zurückgesetzt werden. Die automatische Bildschirmsperre kann auch gleich möglichst kurz eingestellt werden. Bewährt haben sich Zeiten zwischen 1 und 2 Minuten. Auch die Funktion „Animation beim Öffnen und Schließen von Fenstern anzeigen“ ist nicht nötig und kann ausgeschaltet werden.

Im Bereich „Datensynchronisierung“ können Hintergrunddaten erst einmal ausgeschaltet werden. Die Funktion „Automatisch synchronisieren“ sowieso.

Unter „Sicherheit und Standort“ sollte man sich generell zugeknöpft zeigen: GPS-Satelliten ausschalten! „Wireless verwenden“ ist sinnvoll, wenn man sich ortsbezogene Daten über Google Maps oder andere Anwendungen (Verkehrsinfos, Abfahrzeiten öffentlicher Verkehrsmittel etc.) anzeigen lassen möchte. Da dies – zumindest bei mir – öfter vorkommt, würde ich dies nicht deaktivieren. Die Option „Für Google freigeben“ ist erst einmal eine Möglichkeit für Google, mehr über Sie als Nutzer zu erfahren – also auch ausschalten, solange ansonsten alles funktioniert.

Nahezu alle Einstellungen (bis auf die Option „Nur 2G-Netzwerke“) lassen sich auch viel bequemer über das App „Quick Settings“ (QR-Code inkl. Link zum Market s. links) vornehmen.

Darüber hinaus: das Gerät hat diverse Funktionen. Nutzen Sie sie! Aber unterwegs bitte nur dosiert, um den Akku nicht schneller in die Knie zu zwingen als unbedingt erorderlich.

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Apps – Google-Konto – Android Market

Das LG GT540 wird mit einer Grundausstattung sinnvoller Programme („Apps“) ausgeliefert. Viele dieser Apps sind sofort nutzbar: Kamera, Taschenrechner, Media Player, Browser etc. Android-Handys zeichnen sich jedoch dadurch aus, dass sie vielfältig nutzbar und an eigene Bedürfnisse anpassbar sind. Fast jeder Nutzer möchte die eine oder andere Funktion, das eine oder andere App hinzufügen.

Android Market

© Google

Dies erfolgt in der Regel über den Android Market – eine Sammlung von Apps, die meist durch externe Programmierer erstellt werden und durch Google geprüft und verfügbar gemacht werden. Auch Aktualisierungen von bereits vorhandenen Apps können über den Market erworben werden. Der Android Market ist auf dem GT540 bereits vorinstalliert.

Google-Konto

Voraussetzung für die Nutzung des Android Markets ist ein aktiviertes Google-Konto. Das ist nichts anderes als eine Registrierung bei Google, um auf Services von Google zugreifen zu können. Eine Angabe von persönlichen Daten mit Ausnahme eines frei wählbaren Nutzernamens, des Landes sowie sinnvollerweise einer alternativen E-Mail-Adresse ist für die Anmeldung und Nutzung des Kontos nicht erforderlich.

Über das Google-Konto ist auch der E-Mail-Service Google-Mail erreichbar. Aufgrund der unterschiedlichen Ansichten in Bezug auf den Datenschutz in den USA und Deutschland halte ich die Nutzung von Google-Mail für problematisch: Google behält sich vor, auf Inhalte der Mails zugreifen zu dürfen, um sie für eigene (Marktforschungs-)Zwecke nutzen zu können. Wer dies nicht möchte sollte Google-Mail nicht nutzen – gezwungen wird man dazu nicht, auch wenn der Zugang zu Google-Mail natürlich auch auf dem GT540 vorinstalliert ist.

Weiterhin wird ein Google-Konto bei der Nutzung von Google-Maps bzw. der Navi-Funktion auf dem Smartphone benötigt. Eigentlich unverständlich, schließlich ist dies am PC auch nicht notwendig.

Nutzung des Markets

Wie funktioniert der Market? Inzwischen sollten Sie über ein freigeschaltetes Google-Konto verfügen. Nach einem Klick auf das Symbol des Markets werden Sie aufgefordert, Ihren Google-Nutzernamen und Ihr Passwort einzugeben. Anm.: möglicherweise muss diese Angabe auch später eingegeben werden – zur Nutzung des Markets sind diese Daten jedoch unbedingt erforderlich!

Suche im Market

Als Beispiel soll der von vielen Nutzern bevorzugte Internet-Browser Opera Mini installiert werden.

Um diesen zu finden reicht es, die Lupe im Market anzuklicken und dann „opera“ einzutippen. Mögliche Ergebnisse werden gleich angezeigt. Den Vorschlag „opera mini“ anklicken: alle Apps mit diesem Begriff in der Beschreibung werden aufgelistet. Durch Klick auf „Opera Mini Browser“ diesen auswählen und auf den Button „installieren“ klicken. Der Rest erfolgt automatisch – eine bestehende Datenverbindung vorausgesetzt.

Eine Flatrate oder einen günstigen Zeittarif hatten Sie hoffentlich schon gebucht? Sonst könnte diese Aktion schon den Geldbeutel belasten. Alternativ haben Sie ihr WLAN-Netz angeschaltet und das Smartphone damit verbunden – dann entstehen ggf. nur Kosten, falls Sie nicht über eine Internetflatrate verfügen.

Das gesuchte App (in unserem Fall Opera Mini) finden Sie, wenn Sie auf das „Anwendungen“-Feld tippen und ganz ans Ende der angezeigten App-Liste gehen. Gefällt oder funktioniert das neue App nicht, kann es über den Bereich „Downloads“ im Market wieder deinstalliert werden.

Hinweis: Wenn ein App trotz Eingabe des richtigen Namens nicht angezeigt wird kann dies daran liegen, dass dieses nicht mit der aktuell verwendeten Android-Version kompatibel ist!

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Einstieg

Da liegt es: das schicke neue Smartphone.


Und nun: Wie geht’s los?
Anschalten und loslegen?
Nicht ganz so schnell. Zuerst sollte der Akku vollständig geladen werden. Diese Zeit sollte (muss) man sich nehmen. Der Akku dankt es mit einer langen Lebensdauer. In der Zwischenzeit kann man sich das Handbuch vornehmen und gründlich lesen. Einige Erklärungen in diesem Blog gehören danach bereits zu Ihrem Know-How.

Die erste Hürde ist das Einsetzen der Telefonkarte (SIM-Karte) und des Akkus. Das GT540 besitzt keine Taste oder ähnliches, mit der das Batteriefach verriegelt oder geöffnet werden kann.

Auf der Rückseite findet sich ein kleiner Pfeil. Die „rückseitige Abdeckung“ wird mit etwas Kraft ein paar Millimeter in Pfeilrichtung geschoben. Das war es schon, jetzt lässt sich die Abdeckung abheben und SIM-Karte und Akku einsetzen.
Wo das Fach gerade offen ist: haben Sie schon eine MicroSD-Karte zur Hand? Für die Funktion als Handy unnötig, zum Speichern von Fotos und Musik unerlässlich!
Wie immer gilt auch hier: viel hilft viel, wer das GT540 als Musikbox oder Fotoapparat nutzen will, braucht viel Speicher. 4-8 GB stellen heute keinen Kostenfaktor mehr dar und lassen genug Spielraum für größere Vorhaben.

Eine kleine Enttäuschung bleibt jetzt möglicherweise nicht aus: die Speicherkarte kann mit dem GT540 nicht für das Speichern von Anwendungen (ja, genau: der Apps) genutzt werden. Das ist nur mit Androiden möglich, die mit dem Betriebssystem Android 2.2 („Froyo“) ausgerüstet sind. Leider wird dies nicht für das GT540 angeboten werden.

Der Akku ist komplett geladen? Dann kann das USB-Kabel abgezogen werden und das Gerät durch einen längeren Druck auf die Taste rechts unten eingeschaltet werden. Da das Betriebssystem (ähnlich wie beim PC) erst geladen werden muss können ein paar Sekunden vergehen, bis die Meldung zur Eingabe der PIN-Nummer erfolgt. Anm.: ich gehe der Einfachheit halber davon aus, dass die SIM-Karte sofort einsetzbar ist und nicht erst freigeschaltet werden muss o.ä.

Ist dies erfolgt, wird der Homescreen angezeigt. In diesem Zustand ist das GT540 nicht viel mehr als ein Handy mit einem etwas größeren Display. Telefonieren funktioniert jetzt bereits, auch das Versenden von SMS etc. Aber Sie wollen ja noch viel mehr!

Also hinein in die bunte Welt des vernetzten Multimedia-Zeitalters. Aber auch hier möchte ich Ihren Tatendrang etwas bremsen. Wissen Sie, wie Datenverbindungen bei Ihrem Mobilfunktarif abgerechnet werden? Wenn diese je heruntergeladenem kB berechnet werden: Vorsicht! Auch kurze Ausflüge ins Internet können mit einen Smartphone schnell teuer werden. Besser ist da ein Zeittarif oder eine Flatrate. Diese gibt es bei vielen Anbietern schon für ein paar Euro zusätzlich im Monat. Ein Smartphone ohne Flatrate ist wie ein schnelles Auto, das Sie nur über ein paar Benzinkanister aus der heimischen Garage betanken wollen: unnütz.

Für die Nutzung zu Hause bietet sich ein WLAN-Netzwerk an. Vielleicht wird Ihr PC bereits über ein solches Funknetzwerk mit Daten aus dem Internet versorgt. Dann sollten Sie Ihr Smartphone ebenfalls an diese Quelle anschließen. Tippen Sie auf das „Anwendungen“-Feld und wählen aus den Anwendungen das Einstellungs-Symbol aus. Unter „Wireless“ – „Wi-Fi Einstellungen“ aktivieren Sie „Wi-Fi aktivieren“. Das GT540 beginnt mit der Suche nach verfügbaren Drahtlosnetzwerken und zeigt diese nach kurzer Zeit an. Tippen Sie auf den Namen Ihres Netzwerkes und geben Sie Ihr Passwort ein. Dies ist das Passwort Ihres WLAN-Routers, das entweder auf der Unterseite des Routers abgedruckt ist oder das Sie in der Konfigurationssoftware anzeigen lassen können. Alternativ fragen Sie die Person, die Ihr Drahtlosnetz eingerichtet hat.

Wenn dies erledigt ist sollte Ihnen der Weg ins „smarte“ Internet offen stehen! Hinweis: Wenn Sie einen Mobilfunktarif haben, der nach Datenmenge abgerechnet wird (s.o.) sollten Sie vor der Nutzung des Internets in den Einstellungen nach Aktivierung von Wi-Fi noch die Nutzung des Mobilfunknetzes für Datenverbindungen abschalten: Dies erfolgt durch das Antippen von „Mobilfunknetz“ im Menü „Wireless“.
Sicher ist sicher. Vielleicht erscheint dies ein wenig übervorsichtig, aber diese Option verhindert, dass sich Ihr Smartphone unbemerkt über das Mobilfunknetz mit Daten versorgt, wenn Sie den Einzugsbereich Ihres Drahtlosnetzwerkes verlassen oder die Verbindung abbricht.

Ganz wichtig bei Reisen ins Ausland: hier verschlingen Datenverbindungen durch Roaminggebühren schnell mal einen Teil der Reisekasse. Um dies zu verhindern gibt es in den „Mobilen Netzwerkeinstellungen“ noch die Option „Daten-Roaming“. Das Deaktivieren dieser Option verhindert, dass Sie unbeabsichtigt über ausländische Netzwerkbetreiber teure Datenverbindungen aufbauen können.

Jetzt kann es also losgehen. Oder doch nicht? Ins Internet sollten Sie über den mitgelieferten, wenn auch sehr einfachen Browser jetzt bereits gelangen. Durch WLAN oder eine Datenflatrate sogar nahezu kostenlos. Eine Grundausstattung an Apps und Widgets wird bereits fertig installiert mitgeliefert und deckt bereits einige Bereiche ab, die das mobile Internet spannend oder einfach nur nützlich machen.

Warum Sie jedoch noch nicht Google Maps oder den Android Market nutzen können wird in einem weiteren Artikel erläutert.

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